2023 war ich für ein Jahre in den USA. Mein Idee war es wöchentlich zu bloggen. Das Leben in den USA kam dazwischen. Es ist einfach zu viel passiert. In 2024 habe ich es
vergessen. Also werde ich die Blogbeiträge jetzt in 2025 wochenweise einstellen.
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Samstag, 25.03.2023 — Dieses Wochenende habe ich einen Mietwagen. Großeinkauf, ich muss kurz nach Salinas wegen meiner Social Security Number. Ich will auch verschiedene Autoverkäufer besuchen. Vielleicht kaufe ich mir ja doch noch ein Auto hier in den USA. Es steht aber schon jetzt fest, dass es ein Auto sein muss, das ich mit zurück nach Deutschland nehme. Für die USA brauche ich nicht zwingend ein Auto. Von daher wäre es albern, es nur für 10 Monate zu kaufen. Und wenn ich ein Auto habe, kann ich auch noch die Gegend erkunden.
Highway 68 nach Salinas
Gestern, auf dem Weg nach Salinas habe ich am Highway 68 ein paar Stellen gefunden, die ich fotografieren muss. Der Highway für durch die Berge, die Monterey von Salinas (auch wettertechnisch) trennen. Sie sind so grün, dass sie ich an Irland erinnern, und ganz und gar nicht das sind, was ich mir unter Kalifornien vorgstellt habe. Bei Kalifornien denkt man an sofort an gelb und ocker, trockenes Land und gedrungege Büsche. Aber das hier? Grün. Wohl auch durch den ganzen Regen, der in den letzten Wochen niederging.
Die 68 geht an Laguna Seca vorbei. Das ist eine Rennstrecke. Aus irgendeinem Grund ist sie sehr bekannt. Mal sehen, ob mich ein Event dorthin locken wird.
Ich mache das wichtige, ikonische Foto von Smokey Bear, der hier die auf die Waldbrandgefahr hinweist. Danach nehme ich die Passstraße Laureles Grade1 über die Bergkette ins Carmel Valley, das bekannt ist für kalifornischen Rotwein.
Point Lobos
Durchs Carmel Valley geht es zum Highway 1. Carmel-by-the-Sea lasse ich aus und fahre direkt nach Point Lobos. Ein kleine, aber berühmte Halbinsel, naja eher ein Vorsprung, der ins Meer ragt. Nur hier und in Carmel-by-the-Sea wächst die Monterey-Zypresse.
Monterey war in den 1920er und 1930er ein beliebter Drehort für Hollywood-Filme. Point Lobos steht auf der Liste der Drehorte. Ich erwarte nicht, bekannte Szenen zu finden. Ich habe keinen einzigen Film davon gesehen. Der bekannteste Film ist vermutlich Rebecca von Hitchcock (1940). Für diesen Film wurden nur Hintergrundaufnahmen gedreht, da bereits ein Filmverbot bestand, um die Natur zu schützen2.
Point Lobos ist eine interessante Landschaft. Der Pazifik trifft hier direkt auf die kalifornische Küste. Schroffe Felsen, Brandung, Gischt. Und oben auf der Felsen wachsen Bäume. Es gibt eine kleine Bucht auf der Ostseite, Whalers Cove. Sie ist windgeschützt. Sie lädt zum Baden ein, allerdings gibt es keinen Strand und Baden ist verboten.
Scenic Highway 1
Nördlich von Point Lobos gibt es dafür den Monastary Beach. Südlich von Point Lobos folgt der Highway 1 der zerklüfteten Küste. Der Highway ist auch als „Scenic Highway 1“ bekannt. Und ich muss zugeben, dass die Landschaft wunderschön ist: auf der einen Seite der Pazifik, auf der anderen die Berge Kaliforniens mit Gipfelhöhen über 1000 m(!).
Der Highway ist in den Berg gehauen. Aktuell ist der Highway südlich von Big Sur gesperrt. Schwere Unwetter letztes Jahr haben einen Erdrutsch ausgelöst und die Straße in den Pazifik gespült. Ein wirkliches Ziel habe ich nicht. Ich will einfach nur die Landschaft genießen.
Überall gibt es Aussichtspunkte und Parkplätze. Ich weiß gar nicht mehr, wo ich überall angehalten habe: China Vista Point, Rocky Point, Rocky Creek Bridge, …
Die berühmte Bixby Bridge lasse ich aus. Hier ist Verkehrschaos. Es ist bald Sonnenuntergang. Und jeder versucht hier rechtzeitig einen Parkplatz zu bekommen. Ich will thereotisch auch ein Foto. Aber das ist mir zu viel Chaos.
Hinter Little Sur verlässt H1 die Küste und führt landeinwärts durch ein bewaldetes Bergtal, bekannt als Big Sur. Dieser Ort war Tipp zum Wandern vom Personal im Trident Room. Hinter Big Sur ist die Straße wieder an der Küste, aber 200m hoch über dem Wasser.
Kurz vor Sonnenunter erreiche ich Seal Beach Overlook. Hier stoppe ich für den Sonnenuntergang. Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit ist die Sonne im Dunst kaum zu sehen. Dies hat natürlich den Vorteil, dass man ohne Filter arbeiten kann. Gleichzeitig sehe ich wie sie Nebel über dem Wasser bildet und zu einer Wolkenbank aufbaut, die auf die Küsten zurollt. Ich habe das Gefühl, dass ich die Rückfahrt im Nebel durchführen werde.